A
ABS
Abkürzung für Asset Backed Securities - spezielle Form der Verbriefung von Zahlungsansprüchen in handelbare, verzinsliche Wertpapiere. Als Sicherheit werden die Finanzaktiva eines Unternehmens in einen Forderungspool eingebracht. Ziel der ABS ist die Erhöhung der Liquidität und Senkung der Finanzierungskosten.
ACCELERATOR
"Beschleuniger", Institution, die durch intensives Coaching jungen Unternehmen zu einer schnellen Entwicklung verhilft.
ADDED VALUE
Wertzuwachs, der durch Einbringen von Management-Know-how und die Betreuung seitens der Beteiligungsgesellschaft erzielt wird.
AMBER LIGHT
Warnsignal, das auf Probleme in (potentiellen) Beteiligungsunternehmen hinweist. ("Red Flag")
ASSET DEAL
Erwerb der einzelnen Aktiva eines Unternehmens.
ASSET SALES DEALS
Übernahmetransaktionen, bei denen ein großer Teil des Kaufpreises durch Aktivaverkäufe der übernommenen Gesellschaft realisiert wird. Die Verkäufe nicht betriebsnotwendiger Aktiva führen zur Reduzierung des Schuldendienstes.
ASSET STRIPPING
Zerschlagung eines übernommenen Unternehmens durch Verkauf von Teilbereichen oder Vermögensgegenständen.
B
BALANCED FUND
Fonds ohne speziellen Fokus, dessen Strategie die volle Breite des Beteiligungsgeschäfts abdeckt.
BASEL II
Kurzbenennung für den neuen Baseler Akkord - ein internationales Abkommen, welches vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht erarbeitet wurde. Mit dem neuen Baseler Akkord sollen nach dem derzeitigen Zeitplan bis Ende 2006 risikodifferenzierte Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung von Banken eingeführt werden. Beispielweise soll in Abhängigkeit vom Rating des Kunden, Kredite mit Eigenkapital in unterschiedlicher Höhe unterlegt werden. Damit werden Kredite mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit teurer.
BEAUTY PARADE
Vorstellung verschiedener Anbieter von Beteiligungskapital und Know-how oder auch verschiedener Banken vor dem Börsengang.
BENCHMARK
Auch "Milestone", herausragende Punkte in der Unternehmensentwicklung, bei deren Erreichen z.B. über eine weitere Kapitalzufuhr befunden wird.
BREAK-EVEN-POINT
Gewinnschwelle.
Gibt die Umsatzmenge an, bei der die Erlöse gerade die fixen und variablen Kosten
decken, d.h. eine Firma weder mit Gewinn noch Verlust arbeitet.
BRIDGE FINANCING
Überbrückungsfinanzierung.
Finanzielle Mittel, die einem Unternehmen zur Vorbereitung
des Börsengangs vor allem mit dem Ziel der Verbesserung der Eigenkapitalquote zur Verfügung gestellt werden.
BUFFER
Puffer.
Ausdruck für ungenutzte Kreditlinien oder Barreserven.
BURN-OUT TURNAROUND
Auch als Restart bezeichnet.
Drastische Umgestaltung bzw. Restrukturierung eines Unternehmens, das
große wirtschaftliche Probleme hat. Dabei wird neues Gesellschaftskapital von Dritten eingebracht; die Anteile der
Altgesellschafter werden verwässert.
BURN RATE
Die Zeitspanne, bis das einem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital verbraucht ist.
BUSINESS ANGEL
Vermögende Privatpersonen, die Forschungen oder Erfindungen finanzieren. Im angloamerikanischen Raum verbreitet vorkommende Finanzierung von seed-Finanzierungen.
BUSINESS PLAN
Geschäftsplan eines Unternehmens, in dem die Vorhaben, die Ziele und die Wege, um diese zu erreichen, aufgeführt und quantifiziert sind.
BUY-AND-BUILD-STRATEGY
Zukauf von mehreren Unternehmen zwecks Aufbau einer größeren Gruppe/Holding .
BUY BACK
Exitvariante, bei der die Anteile durch die Altgesellschafter zurückgekauft werden.
C
CAPITAL GAIN
Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen.
CAPITAL UNDER MANAGEMENT
Fondsvolumen, Gesamtheit des für Beteiligungen verfügbaren Kapitals einer Gesellschaft.
CAPTIVE FUND
Bezeichnet einen Fonds, der Teil einer größeren Finanzinstitution ist oder ihr gehört. Gegensatz independent fund.
CARRIED INTEREST
Gewinnbeteiligung der Managementgesellschaft und deren Manager am Erfolg der verwalteten Fonds; z.B. 20% für Managementgesellschaft und 80% für Investoren. Meist wird eine hurdle rate eingebaut.
CASE SZENARIOS
Im Zusammenhang mit der Prüfung einer potentiellen Beteiligung werden verschiedene Fallstudien durchgeführt: Ein "pessimistic case szenario" für eine negative Entwicklung, ein "optimistic case szenario" für die günstigste Entwicklung und ein "most likely szenario" für eine am wahrscheinlichsten gehaltene Entwicklung.
CASH FLOW DEALS
Traditionelle Form von MBO, die weitgehend auf der Basis der erwirtschafteten flüssigen Mittel eines Unternehmens finanziert werden. Schlüsselgröße ist der Cash flow, aus dem die Rückführung der aufgenommenen Fremdkapitalmittel und der Zinsdienst für die Finanzierung eines Buy-Out getragen werden muß.
CHINESE WALLS
Informationsbarrieren, die innerhalb einer Finanzinstitution bestehen, so daß verschiedene Abteilungen von der jeweiligen Tätigkeit der anderen nichts wissen, oder die errichtet werden, um z.B. Interessenkonflikte zu vermeiden.
COMMITMENT
Verpflichtung zur Einzahlung des vereinbarten Betrages in einen Fonds durch einen Investor.
CONVERTIBLE DEBT
Anleihen oder Schuldverschreibungen eines Unternehmens, die in Aktien bzw. Anteile umgewandelt werden können.
CORPORATE VENTURING
Venture Capital-Finanzierungen durch Industrieunternehmen bzw. deren eigene Venture Capital Gesellschaften, die vorrangig strategisches Konzerninteresse verfolgen.
COVENANTS
Unter Covenants werden vertragliche Nebenbestimmungen verstanden, die dem Kredit- bzw. Mezzanine-Nehmer bestimmte Verhaltenspflichten auferlegen und bei Nichteinhaltung zu Rechtsfolgen oder Sanktionen führen. Sie stellen Verpflichtungen für den Kredit- oder Mezzanine-Nehmer dar, denen er sich im Hinblick auf sein geschäftliches Verhalten während der Laufzeit unterwirft (Einhaltung bestimmter Geschäftspraktiken, konkrete zustimmungsbedürftige Handlungen oder Bilanzreaktionsklauseln) Ziel ist es, die Zahlungsfähigkeit während der Kreditlaufzeit zu erhalten.
CO-VENTURING
Beteiligung an einem Unternehmen durch mehrere Investoren, von denen einer als LEAD-INVESTOR auftritt.
D
DEAL FLOW
Investmentmöglichkeiten, die einer Venture Capital-Gesellschaft angetragen werden.
DEBT
Fremdkapitalfinanzierung i.d.R. über gesicherte Bankkredite.
DEVELOPMENT CAPITAL
Kapital zur Finanzierung der Geschäftsentwicklung reiferer mittelständischer Unternehmen.
DINGO
Don't invest - no growth opportunity.
DISBURSEMENTS
Auszahlung des Kapitals anlässlich einer Beteiligung.
DUE DILIGENCE
Die detaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung eines potentiellen Beteiligungsunternehmens als Grundlage für die Investmententscheidung.
E
EARLY STAGE FINANCING
Finanzierung der Frühphasenentwicklung eines Unternehmens, beginnend von der Finanzierung der Konzeption bis zum Start der Produktion und Vermarktung.
EBIT
Earnings before Interest and Taxes: Maßstab, der bei der Unternehmensbewertung auf schuldenfreier Basis Anwendung findet.
EQUITY
Eigenkapital
EQUITY KICKER
Möglichkeit der Fremdkapitalgeber, Anteile an der zu finanzierenden Personen- oder Kapitalgesellschaft oft zu Sonderkonditionen zu erwerben.
EVERGREEN-FUND
Fonds eines Eigenkapitalinvestors, der keine begrenzte Laufzeit hat und bei Bedarf durch den/die Gesellschafter mit weiterem Kapital ausgestattet wird.
EXIT
Ausstieg eines Investors aus einer Beteiligung durch Veräußerung seines Anteils im Wege von:
- Buy Back
- Trade Sale
- Secondary Purchase
- Going public
EXPANSION FINANCING
Wachstums- und Expansionsfinanzierung.
Das betreffende Unternehmen hat den break-even-point erreicht oder erwirtschaftet Gewinne.
Die Geldmittel werden zur Finanzierung von zusätzlichen Produktionskapazitäten, Produktdiversifikation
oder Marktausweitung und/oder für weiteres "working capital" verwendet.
F
FACTORING
Unter Factoring versteht man den Kauf von Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen durch so genannte Factoringinstitute. Factoring dient der kurzfristigen Umsatzfinanzierung mit in der Regel 100 %-igem Forderungsausfallschutz. Ziel ist die Verbesserung der EK-Quote (Reduzierung von Fremdkapital) und Erhöhung der Liquidität.
FEASIBILITY STUDY
Durchführbarkeitsstudie.
Analyse der technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit eines Projektes.
FIRST ROUND FINANCING
Erste Finanzierungsrunde bei einem KMU, das damit erstmals externes Eigenkapital erhält.
FLIP
Kurzfristiges Investment, bei dem der Exit schon vor Geschäftsabschluss feststeht.
FLOP
Totaler Fehlschlag einer Beteiligung. Gegensatz zu high flyer.
FUND RAISING
Einwerben von Funds. Startphase eines Fonds von Eigenkapitalinvestoren, in der institutionelle, industrielle oder private Anleger dafür gewonnen werden sollen, Fondsanteile zu zeichnen.
G
GENERALIST
Beteiligungsgesellschaft ohne eindeutigen Schwerpunkt in der Investitionspolitik, d. h. sie ist in allen Marktsegmenten aktiv.
GOING PRIVATE
Rückkauf eines Unternehmens von der Börse in privates Eigentum.
GOING PUBLIC
Gang eines Unternehmens an die Börse.
GOLDENE BILANZREGEL
Die goldene Bilanzregel besagt, dass langfristiges Vermögen mindestens mit langfristigem Kapital und kurzfristiges Vermögen höchstens mit kurzfristigem Kapital zu finanzieren ist.
GROWTH CAPITAL
Anderer Ausdruck für Wachstums- oder Expansionskapital.
H
HANDS OFF
Nach Bereitstellung von Eigenkapital läßt man das Unternehmen agieren, ohne bis zum Exit direkt einzugreifen. Eher passive Betreuung durch Mitwirkung in Beiräten, Aufsichtsräten etc.
HANDS ON
Aktive Betreuung.
Der Investor zielt auf eine Wertsteigerung durch aktive Unterstützung des Managements ab.
(Über die Mitwirkung in Beiräten, Aufsichtsräten etc. hinausgehende Aktivitäten.
HIGH FLYER
Bezeichnung für Aktien oder Unternehmensbeteiligungen mit einem extremen Wertanstieg und weit unterdurchschnittlichem Kurs/Gewinnverhältnis. Gegensatz zu flop.
HOLDING PERIOD
Zeit, in der ein Investment im Portfolio verbleibt.
HURDLE RATE
Vor Wirksamwerden der Gewinnbeteiligung der Managementgesellschaft bzw. deren Management (carried interest) erhalten die Investoren zunächst eine Basisvergütung.
I
INKUBATOR
Einrichtung, in der junge Firmen vor allem aus der Informations- und Kommunikationstechnologie intensiv betreut und entwickelt werden.
INDEPENDENT FUND
Unabhängiger Fonds oder VC-Gesellschaft, die nicht von einer bestimmten Finanzgruppe kontrolliert wird. Gegensatz zu captive fund.
INSTITUTIONELLE INVESTOREN
Große Institutionen, z. B. Kreditinstitute, Versicherungen, Pensionsfonds oder Großunternehmen, die in Eigenkapitalfonds investieren.
IPO
Initial Public Offering Im angloamerikanischen Raum Bezeichnung für die öffentliche Erstemission von Anteilen junger und mittelständischer Unternehmen.
IRR
Internal Rate of Return, interner Zinsfuß.
Finanzmathematische Methode zur Berechnung der Rendite eines Investments.
J
JUNK BONDS
Anleihen eines Emitenten mit geringer Bonität, hohen Risiken, aber auch hohen Renditen, die bei Zahlungsunfähigkeit des Emitenten wertlos werden (Wegwerfanleihen, "Ramschanleihen").
K
KMU
Abkürzung für Klein- und Mittelständische Unternehmen, die nach Definition der EU weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und deren Jahresumsatz max. EUR 50 Mio. oder die Bilanzsumme max. EUR 43 Mio beträgt.
L
LATER STAGE FINANCING
Spätphasenfinanzierung.
Finanzierung von Expansionen, Übernahmen, Überbrückungen etc. bei etablierten mittelständischen Unternehmen.
LEAD INVESTOR
In einem Syndikat von VC-Gesellschaften der Investor meist mit dem größten Anteil, der sowohl die Organisation der Finanzierung als auch die HANDS ON Betreuung übernimmt.
LETTER OF INTENT
LOI, schriftliche Absichtserklärung eines Investors für ein Investment.
LBO
Leveraged Buy-Out.
Überwiegend fremdkapital-finanzierte Unternehmensübernahme.
LISTING
Notierung eines Unternehmens an der Börse.
M
MBI
Management Buy-In.
Übernahme eines Unternehmens durch ein externes Management.
MBO
Management Buy-Out.
Übernahme eines Unternehmens durch das vorhandene Management.
MEZZANINE
„Mezzanine“ (Zwischengeschoss) ist eine flexible Finanzierungsform, die bilanziell zwischen Eigenkapital und Fremdkapital steht. Mezzanine ist inzwischen als übergeordneter Begriff für stille Beteiligungen, Genussscheine und ähnliche Finanzierungsinstrumente zu einer populären Finanzierungsform geworden. Mezzanine kann die Bonität eines Unternehmens verbessern.
Hohe Bandbreite durch Vertragsgestaltung möglichArt des Mezzanines
- Typisch stille Beteiligung
- Atypisch stille Beteiligung
- Genussscheine
- Wandelanleihen
- Nachrangdarlehen
- Optimierung der Bilanzstruktur
- oftmals bessere Bonität
- flexible Ausgestaltungsmöglichkeit
- größerer Finanzierungsspielraum
MILESTONE
Fest vereinbarte Ziele, bei deren Erreichen z. B. weiteres Kapital fließt.
M & A
Der englische Begriff Mergers & Acquisitions (deutsch: Fusionen und Übernahmen) wird als Sammelbegriff für Unternehmenstransaktionen benutzt, bei denen sich Unternehmen zusammenschließen oder die Eigentümerstruktur von Unternehmen verändert wird.
N
NACHFOLGEREGELUNG
Dieses charakteristische Problem ergibt sich aus den Besitzverhältnissen mittelständischer Unternehmen in Deutschland (Eigentümerfamilien). Nach dem Ausscheiden des prägenden Eigentümer-Managers besteht für viele (nicht am Kapitalmarkt gelistete) Unternehmen die Frage der Nachfolge. Sie stellt sich in zweierlei Hinsicht: Zum einen müssen i.d.R. die Besitzverhältnisse neu geordnet werden und andererseits ist das Problem der weiteren Unternehmensleitung zu klären. Oberziel ist die Sicherung der Unternehmenskontinuität, die auch mit Hilfe von LBO-Konstruktionen erzielt werden kann.
NEWCO
Erwerbergesellschaft zeitlich begrenztes Rechtsvehikel zum Erwerb eines Unternehmens im Rahmen eines MBO/LBO.
O
OFFENE BETEILIGUNG
Direkte Beteiligung durch Übernahme von Unternehmensanteilen.
P
PAY BACK
Investierter Betrag plus capital gain, realisiert beim exit.
PORTFOLIO
Summe des gesamten in Beteiligungen angelegten Kapitals einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft.
PRE IPO
Beteiligungsfinanzierung vor einem Börsengang bridge financing.
PRIVATE EQUITY
Im Amerikanischen Oberbegriff für alle Eigenkapital-Anlageformen: Venture Capital, Mezzanine und LBO. Beteiligungskapital im weitesten Sinne.
PRIVATE INVESTOREN
Privatpersonen, die eigene Mittel in Unternehmen investieren und diese direkt unterstützen business angel.
PRIVATE PLACEMENT
Private Plazierung von Aktien ohne Inanspruchnahme der Börse im Gegensatz zum public offering.
PUBLIC OFFERING
Öffentliches Angebot von Aktien über die Börse im Gegensatz zum Private Placement.
Q
QUICK RATIO
Messung der Unternehmensliquidität zur Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens (Summe der Aktiva: Summe der Verbindlichkeiten).
R
RATCHET / SLIDING SCALE
Bonus- und/oder Malusvereinbarung, bei der abhängig von der Zielerreichung des Unternehmens Eigenkapitalanteile zu Vorzugskonditionen von Verkäufer (Bonus) oder Käufer (Malus) erworben werden können.
REPLACEMENT CAPITAL
Kauf der Unternehmensanteile von Anteilseignern, die die Firma verlassen wollen.
RESTART
TURNAROUND.
Aufgrund der schlechten Lage eines Unternehmens wird ein neues Unternehmenskonzept erstellt.
Ggf. soll auch mit neuem Management und einer geänderten Produktpalette das Unternehmen neu gestartet werden.
ROI
Return on Investment, IRR.
Gewinn aus Ausschüttungen und der Veräußerung einer Beteiligung.
S
SALE AND LEASE BACK
Die zunächst verkaufte Aktiva wird anschließend zurückgemietet. Durch den Verkauf wird Kapital freigesetzt, welches für Investitionen genutzt werden kann.
SANIERUNG
Unter (Unternehmens-)Sanierung werden als Sammelbegriff alle finanzwirtschaftlichen und leistungswirtschaftlichen Maßnahmen zur Wiederherstellung der finanziellen Gesundung verstanden. Die Unternehmenssanierung ist eine Kernkompetenz von Unternehmensberatern (Consulting).
SECONDARY BUY-OUT
MBO eines MBO, d. h. die MBO-Manager verkaufen an die nächste Managergeneration.
SECOND ROUND FINANCING
Zweite Finanzierungsrunde für ein Unternehmen, das bereits in einer ersten Runde Venture Capital erhalten hat.
SECONDARY PURCHASE
Exitvariante.
Eine VC-Gesellschaft verkauft ihre Anteile an einem Unternehmen an eine andere VC-Gesellschaft bzw.
einen finanziell interessierten Partner.
SEED CAPITAL
Finanzierung der Ausreifung und Umsetzung einer Idee in verwertbare Resultate, bis hin zum Prototyp, auf deren Basis ein Geschäftskonzept für ein zu gründendes Unternehmen erstellt wird.
SELLER'S NOTES
Kaufpreisstundungen.
"Stehen gelassene" Kaufpreisforderungen seitens der Verkäufer, quasi ein Verkäuferdarlehen
(ggf. mit Bindung an Zielerreichungsgrad).
SENIOR DEBT
Bankkredit, der bei Misserfolg vor Eigenkapital und Mezzanine bedient wird.
SERIAL ENTREPRENEUR
Unternehmer, der schon ein oder mehrere Unternehmen gegründet, aufgebaut und verkauft hat.
SHARE DEAL
Firmenübernahme durch Kauf der Geschäftsanteile.
SPIN-OFF
Ausgliederung und Verselbständigung einer Abteilung oder eines Unternehmensteils aus einer Unternehmung/einem Konzern.
START-UP FINANCING
Gründungsfinanzierung.
Das betreffende Unternehmen befindet sich in der Gründungsphase, im Aufbau oder seit kurzem
im Geschäft und hat seine Produkte noch nicht oder nicht in größerem Umfang vermarktet.
STILLE GESELLSCHAFT
Stille Beteiligung, i.d.R. mit fester Laufzeit, festem Zins und festgelegter erfolgsabhängiger Komponente; bedarf nicht der Publizität.
SUBORDINATED DEBT
Nachrangige Fremdmittel. Die Nachrangigkeit bezieht sich auf die Rangfolge der Fremdkapitalgeber untereinander insbesondere für den Vergleichs- bzw. Liquidationsfall.
SYNDICATION
Co-Investments.
Um auch größere Investments mit hohem Risiko zu finanzieren, schließen sich mehrere KBG'en zusammen.
T
TARGET
Zielunternehmen für eine Unternehmensübernahme oder Eigenkapitalinvestition.
TRACK RECORD
Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte einer Beteiligungsgesellschaft bzw. eines Unternehmens oder auch eines Managers, Unternehmers.
TRADE SALE
Veräußerung der Unternehmensanteile an einen industriellen Investor.
TURNAROUND FINANCING
Finanzierung eines Unternehmens, das sich nach Überwindung von Schwierigkeiten (z.B. Absatzprobleme) wieder aufwärts entwickeln soll.
V
VENDOR
Verkäufer eines Unternehmens oder von Unternehmensanteilen.
VENTURE CAPITAL
Erfasst nach amerikanischer Sicht Early stage, Expansion, Later stage - nicht aber Buy-outs und Mezzanine. In Europa wird Private Equity (Beteiligungskapital) oft als Synonym verwendet.
VENTURE CATALYST
Institution als Mittler zwischen jungen Technologieunternehmen und Eigenkapitalinvestoren. Sichtet, prüft und verbessert Business Pläne und sucht geeignete Investoren.
"VULTURE" CAPITALIST
"Geier", ironisch-satirische Bezeichnung für Finanzinvestoren, deren Ziel im "schnellen Geld" unter Einsatz unseriöser Methoden besteht.
W
WINDOW ON TECHNOLOGY
Bevorzugtes Interesse eines CORPORATE VENTURE FUNDS eines Industriekonzerns, der sich über Venture Capital-Beteiligungen Zugang zu neuen Technologien verschaffen will.
WORKOUT-MANAGEMENT
Unterstützung der Firmenkunden durch die Bank/Beteiligungsgesellschaft bei der Überwindung der Krise bzw. Unterstützung der Sanierung durch finanzielle und nicht-finanzielle Maßnahmen.
WRITE OFF
Totalverlust eines Investment, d. h. totales Abschreiben der investierten Mittel.
Y
YIELD
Rate of Return bei Schuldverschreibungen/Ergebnis aus einer Kapitalanlage.
Z
ZERO BONDS
Anleihe ohne verbrieften Zins. Die Rendite stammt aus der Differenz zwischen Kaufpreis und Rückzahlungsbetrag.