„ProFoil“-Stanze und „Konfigurator“: Maschinenhersteller KAMA mit innovativen Lösungen für die Druckweiterverarbeitung und DruckveredelungInternationales Publikum trifft auf innovative Maschinen: Auf den ersten KAMA Finishing Days am 25./26.06. in Dresden erlebten 320 Fachbesucher aus 16 Ländern – darunter Japan, Russland, Polen, Tschechien, Griechenland, die Schweiz, Frankreich, Spanien und die USA – in live-Vorführungen, wie die KAMA Maschinen bedruckte Bogen zu wahren „Perlen der Printwelt“ weiterverarbeiteten und veredelten. KAMA präsentierte erstmals die Präge- und Stanzmaschine ProFoil 74, die erste KAMA Stanze mit integrierter Heizplatte und Honeycomb-Spannsystem, sowie neue Werkzeuge und einen innovativen Konfigurator für die vielseitige Falt-/Klebemaschine. Die neuen Produkte werden über die Heidelberger Druckmaschinen AG als Vertriebspartner der KAMA GmbH weltweit vermarktet.
Multitalent mit neuen WerkzeugenVier verschiedene Konfigurationen der Falt-/Klebemaschine ProFold 74 zeigten, welch unterschiedliche Druckprodukte auf dem Multitalent gefertigt werden können. Das reicht von der geschlossenen Angebotsmappe mit Füllhöhe über eine Tickettasche mit zwei geklebten Taschen bis zum Versandkuvert mit aufgespendetem Klebeband und Aufreißfaden. Weiteres Beispiel ist der „Foil Feed Optimiser“, eine Art Schieberechner, bei dem um ein maschinell eingelegtes, verschiebbares Innenteil eine Hülle geklebt wird. „Die ProFold 74 knüpft im Workflow direkt an die Stanzautomaten an“, erklärt Geschäftsführer Marcus Tralau. „Die Zuschnitte wurden an den ProCut Maschinen gerillt, gestanzt und mit Heißfolie, Relief oder Hologramm veredelt.“ Zu den neuen Ausrüstungen für die ProFold, die KAMA auf den Finishing Days mit anspruchsvollen Demo-Jobs vorführte, gehören ein Klebebandspender, die Schließeinrichtung für Füllhöhemappen, die untere Falztasche für gegenläufige und kreative Faltungen sowie eine Aufspendeeinrichtung, die Booklets, Visitenkarten und flache Muster bis zum Format A4 aufspenden kann. Mit einem durchdachten, fahrbaren Ordnungssystem können die Werkzeuge bedienerfreundlich bewegt und platzsparend gelagert werden. „Als Alternative zum Saugriemenanleger haben wir für die ProFold jetzt auch einen Flachstapelanleger im Programm“, ergänzt Tralau. „Damit lassen sich beispielsweise auch dünne oder mattschwarze Materialien und speziell geformte Zuschnitte einführen.“
Konfigurator für Falt- und KlebemaschineHier sagt einer, wo es lang geht: Als erster Hersteller hat KAMA für seine Falt-/Klebemaschine ProFold 74 einen computergestützten Konfigurator entwickelt. „Das interaktive Programm ermittelt für jedes Druckprodukt die passende Rüstkonfiguration und gibt dem Bediener einen kompletten Rüstplan an die Hand“, erläutert KAMA Geschäftsführer Steffen Pieper. Das Softwaretool berechnet nach Eingabe des jeweiligen Zuschnitts - anhand von Vorlagen oder direkt als Datei – und der gewünschten Aktionen, welche Werkzeuge an welchen Positionen auf der Maschine einzurüsten sind. Der ermittelte Rüstvorschlag wird am Bildschirm visualisiert und jedes einzelne Werkzeug mit seiner exakten Position auf dem gerasterten Trägersystem angezeigt. „Der Bediener erhält einen detaillierten Fahrplan, nach dem er die Werkzeuge ganz gezielt auf die angegebenen Positionen montieren kann“, so Pieper. Das bedeutet einen erheblichen Zeitgewinn beim Einrüsten der Falt-/Klebemaschine. Erfahrene Bediener können mit dem Konfigurator am Bildschirm sehr schnell prüfen, ob der Platz auf der Maschine für einen bestimmten Job ausreicht. Zweiter entscheidender Vorteil: Bereits gefertigte Aufträge können im Konfigurator mit allen Informationen archiviert werden. Bei Wiederholaufträgen kann der Bediener über eine Suchfunktion den Job direkt aufrufen und hat sofort die bewährte Rüstkonfiguration samt Bedienpulteinstellungen parat. Durch das gerasterte Trägersystem sind die Rüstpostionen exakt reproduzierbar und die Maschine ist schnell eingerichtet. Der Konfigurator ist als Option für die ProFold 74 ab sofort lieferbar. Neue ProFoil 74 mit HoneycombplatteAls erste KAMA Stanze mit original Honeycombplatte zum Befestigen der Klischees stellte KAMA auf den Finishing Days die ProFoil 74 für das Format 740 x 600 mm vor. „Das Sondermodell ergänzt unser Sortiment an Veredelungsstanzen und ist, wie der Name schon signalisiert, in erster Linie für den Einsatz zum Heißfolienprägen gedacht“, erklärte KAMA Geschäftsführer Steffen Pieper. Die ProFoil 74 ist standardmäßig mit einer Hologramm- und Heißfolien-Prägeeinrichtung ausgestattet und verfügt über eine fest installierte Heizplatte mit sechs Heizzonen. Weiteres Extra für optimiertes Heißfolienprägen ist die getaktete Blasluft im Anlagebereich zum leichteren Ablösen der Trägerfolie vom Nutzen nach dem Prägevorgang. Hoch empfindliche Vorder- und Seitenmarkensensoren am Anleger erkennen auch transparente und schwarze Materialien. Die Präge- und Stanzmaschine ist besonders interessant für professionelle Heißfolien-Anwender vor allem im Verpackungsdruck, aber auch für Akzidenzdrucker und Weiterverarbeitungsbetriebe mit häufigen Heißfolienaufträgen. „Ein großes Plus besteht darin, dass vorhandene Klischees von anderen Heißprägemaschinen auf der ProFoil 74 weiterverwendet werden können“, so Pieper. „Bediener, die an Honeycombplatte und Toggels gewöhnt sind, können ihre Arbeitsweise beibehalten.“ Sandwich-Bauweise für StanzfunktionAuch Stanz- und Blindprägearbeiten können an der ProFoil 74 ausgeführt werden. Dafür ist unter der integrierten Heizplatte ein Platz für den Schließrahmen mit den Stanzwerkzeugen vorgesehen. An diese Position passt auch die mobile Heizplatte für die Veredelungsstanze ProCut 74. Soll die ProFoil Stanze damit arbeiten, wird einfach der Stecker von der integrierten auf die mobile Heizplatte umgesteckt. Entsprechend funktioniert auch das Heißstanzen von Plastik (Hot Cut): Hier wird die Heizplatte mit den beheizbaren Aluminiumwerkzeugen in die ProFoil Stanze geschoben und angeschlossen. Über KAMADie KAMA GmbH entwickelt und produziert mit 110 Mitarbeitern funktionsreiche Stanz- und Falt-/Klebemaschinen sowie Heißfolien- und Hologramm-Prägesysteme für die grafische Industrie. Das 1894 als SCAMAG gegründete Unternehmen hat vor rund 80 Jahren den weltweit ersten Stanzautomaten vorgestellt. Heute sind KAMA Maschinen für die Druckweiterverarbeitung und -veredelung in über 40 Ländern erfolgreich im Einsatz. |
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Michael Vater demonstriert die Falt- und Klebemaschine Kama Pro Fold 74.
Kama Finishing Day 2009.