Solide ArbeitDie addfinity testa GmbH aus Hartha punktet im Bereich Kunststoffspritzguss und Zinkdruckguss. Mit den beiden Tochterfirmen, GSH Sachsen GmbH (Hartha, Sachsen) und TKW Molding GmbH (Blankenhain, Thüringen), entsteht eine mitteldeutsche Unternehmensgruppe, die mit einer klaren Kernkompetenz schon heute über eine breit gefächerte und stabile Kundenbasis verfügt.Text: Esther Niebel Fotografie: Sebastian Willnow „Nichts motiviert mehr als der Erfolg und die damit verbundene persönliche Anerkennung.“ Getreu diesem Motto definiert sich die GSH ganz klar als Dienstleistungsunternehmen, das im Auftrag des Kunden produziert, sich aber nicht mit der bloßen Ausführung, sondern nur mit einer optimalen und zielgerichteten Fertigstellung von Einzelteilen oder auch Komplettlösungen zufrieden gibt. Die daraus resultierende Kundenzufriedenheit motiviert im Gegenzug die Mitarbeiter. Insofern versteht sich die Belegschaft der GSH Sachsen als Team, das sich dem Kunden gegenüber, aber auch dem Unternehmen selbst verantwortlich fühlt. Durch diese Haltung kann eine konstante Leistung garantiert werden, die durch den individuellen Kundenkontakt und die sich daraus ergebenden spezifischen Wünsche immer wieder gewährleistet wird. Darüber hinaus ist es ein Anliegen des Unternehmens, sowohl in der Entwicklung als auch in der Produktion auf dem neuesten Stand zu sein und in Zukunft auch zu bleiben.
Um dies zu gewährleisten, werden Mitarbeiter in Seminaren und Weiterbildungen regelmäßig geschult. So wird immer wieder aktuelles Wissen in die Firma gebracht und im Austausch mit den Kunden und den Zulieferern praktisch angewandt und persönlich weiterentwickelt. In den einzelnen Unternehmensbereichen werden dadurch nachhaltige und messbare Erfolge erzielt, die in einem nächsten Schritt zur Erschließung neuer Anwendungsfelder führen. Eine fast 20-jährige Geschäftstradition – Von den Anfängen bis zum Re-Launch 2010 Kurz nach der Wende wurde die GSH Sachsen gegründet, damals noch unter dem Firmennamen “Rochlitzer Kunststofftechnik“. 1999 kam dann der Umzug von Rochlitz auf das heutige 45.000 m² große Firmengelände in Hartha. 2007 noch wurde eine 3.000 m² große Produktionshalle auf dem Gelände errichtet, bevor die zwischenzeitlich Gluske Sachsen GmbH & Co. KG genannte Firma Insolvenz anmelden musste. Mitte 2010 kam dann die entscheidende Wendung. Die ebenfalls in Hartha ansässige addfinity testa GmbH kaufte das Unternehmen auf und machte es unter dem heutigen Namen GSH Sachsen wieder wettbewerbsfähig. Als 100%ige Tochter der addfinity testa erzielt die GSH Sachsen einen Jahresumsatz in Höhe von 13 Millionen Euro. Die Strategie Mit den Erfolgen der GSH Restrukturierung erhärtete sich die Idee zum Aufbau einer mittelständischen Unternehmensgruppe mit dem Fokus Spritzguss. Unter Einbindung des WMS als finanzierendem Gesellschafter an der addfinity testa wurde der strategische Ausbau der Unternehmensgruppe vorangetrieben. Noch im selben Jahr konnten so Erwerb und Eingliederung der TKW Molding GmbH (vormals Technische Kunststoffteile und Werkzeugbau GmbH & Co. KG) in die Firmengruppe erfolgen.
Die TKW erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 12 Millionen Euro. Die addfinity testa GmbH ist als Holdinggesellschaft für die Koordination und die Verwaltung der beiden produzierenden Firmen zuständig. Die Synergien der Unternehmen, die in Bezug auf die Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen entstehen, können so optimal genutzt werden, auch wenn es in vertrieblicher Hinsicht – aufgrund der unterschiedlichen Branchen – keine Überschneidungen gibt. Das Geschäftsfeld Während die TKW als Zulieferer hauptsächlich im Automobilbau tätig ist, ist das Hauptgeschäftsfeld der GSH Sachsen die Baubeschlagstechnologie. Das heißt, sie produziert Einzelkomponenten von Türen und Fenstern, oft auch in der Materialkombination von Kunststoff und Zink. Außerdem werden die Elektro- und die Sanitärindustrie beliefert. Dabei wird der Kunde von der Entwurfsskizze bis hin zum fertigen Produkt begleitet. Die Fertigung der für die Montage der Einzelteile nötigen Werkzeuge und deren Lagerung und Handhabung werden dabei von der GSH Sachsen für ihre Kunden ebenso selbstverständlich übernommen wie die Eruierung und Herstellung der für das spezifische Endprodukt geeigneten Werkstoffe und Werkstoffkombinationen. Hartha: Unternehmensstandort mit Tradition Dr. Ulrich Seiler, Geschäftsführer der GSH Sachsen, will in den nächsten Jahren das Geschäftsfeld des Unternehmens weiter ausbauen. Neue Märkte, die es dabei zu erobern gilt, sind die Hygieneindustrie und im Bereich des Zinkdruckgusses die Automobilindustrie. Als Zulieferer der Automobilindustrie ergänzt das Unternehmen seine Produktpalette um die ästhetischfunktionale Herstellung und Bearbeitung von Oberflächen. Hartha bietet der GSH Sachsen viele Vorteile, die laut Dr. Ulrich Seiler unter zwei Aspekten zusammengefasst werden können: Zum einen ist da die Historie des Unternehmens mit einem gewachsenen, kompetenten und engagierten Personalstamm und zum anderen sind die Investitionskosten, die am Standort anfallen würden, gering. Der Baugrund im Industriegebiet Hartha ist im bundesdeutschen Vergleich relativ günstig, woraus sich die Option ergibt, neben dem bestehenden großzügigen Firmengelände zu expandieren und weiteren Baugrund zu erwerben. Die guten internationalen Wettbewerbsbedingungen des Standorts tragen zu den wettbewerbsfähigen Produktionskosten bei. Da die GSH Sachsen seit vielen Jahren selbst ausbildet, kann sie örtlich und personell optimal von den gewachsenen Strukturen des Standortes profitieren, zu denen sie selbst ganz wesentlich beiträgt.
Erschienen in: Regjo, dem Magazin für Wirtschaft und Kultur aus Mitteldeutschland, Ausgabe 02/2012 |
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